FAS/FAZ – DiViBib will an der Weltmeisterschaft im Zurückrudern teilnehmen

Gestern hatte ich im Userforum der Onleihe einen Thread zur geplanten Verschlechterung erstellt und mit einer Umfrage gekoppelt. Da mein Blog bisher nur wenige Leser hat, schien mir dies die einzige Möglichkeit zu sein, Nutzer anderer Onleihen zu erreichen, da DiViBib nicht nur für muensterload, sondern für viele andere Onleihen die Medien bereitstellt.
Heute abend erhielt ich eine Mail eines Mitarbeiters von DiViBib, der diesen „Beitrag „Verschlechterung für die Leser – geplante Umstellung bei FAZund FAS von PDF auf JPG“ von gestern entsprechend richtigstellen“ wollte. Mir stellt sich die Frage, warum nur ich in den Genuß dieser Mitteilung komme. Es sollte für einen DiViBib-Mitarbeiter ein leichtes sein, diese Mitteilung in meinem Thread zu posten, und damit allen Gerüchten den Wind aus den Segeln zu nehmen. Aber warum tut er es nicht? Honi soit qui mal y pense.
Deshalb veröffentliche ich den entscheidenden Satz.
Es ist nicht generell geplant, nur noch ein jpg zur Verfügung zu stellen. Nur für die Fälle, in denen es momentan durch den bekannten Sachverhalt zu einer verspäteten Bereitstellung käme, ist eine jpg-Version geplant. Sonst – und dies wird überwiegend der Fall sein – erhalten Sie die FAZ/FAS wie gewohnt in einer im Volltext durchsuchbaren Variante.“
Dieses klärende Wort hätte mich vor zwei Tagen noch beruhigt, heute beunruhigt es mich. Warum erhielt ich gestern eine Information, die einen fast gegenteiligen Schluß zuließ? Weiß die linke Hand nicht, was die rechte tut? Dies ist umso bedenklicher, da beide Antworten vom gleichen Mitarbeiter stammen.
Beruhigend heißt es: Bitte nehmen Sie Abstand von Mutmaßungen, die jeglicher Grundlage entbehren.
Leider hat mich die bisherige Informations(vielleicht besser Desinformations-)politik von DiViBib erst dazugebracht, meine Befürchtungen öffentlich zu äußern.

Skandal – DiViBib liefert FAZ und FAS künftig nur noch als JPG statt PDF

Heute erhielt ich eine Antwort von DiViBib zur Durchsuchbarkeit von FAZ und FAS:
„Die fehlende Durchsuchbarkeit von FAS und FAZ wird zukünftig die Regel sein, da wir diese Zeitungen nur noch als jpg und nicht mehr als pdf zur Verfügung stellen. Nur so können wir eine verspätete Bereitstellung und die Schwierigkeiten der Vergangenheit verhindern.“
DiViBib und FAZ/FAS haben die leserunfreundlichste Lösung gefunden. Wenn ich einen bestimmten Artikel (der z.B. im Perlentaucher besprochen wurde), muß ich also die ganze Zeitung durchscrollen, um diesen Artikel zu finden.
Wenn jetzt DiViBib weniger Arbeit mit der Bereitstellung der FAZ/FAS hat, werden dann auch die Kosten für die BibLiotheken sinken?
Wie schaffen es andere Zeitungen und Magazine (z.B. SZ, Zeit, Spiegel, Brand1), problemlose PDF-Ausgaben an DiViBib zu liefern?
So viele Fragen, so wenige Antworten.

schwierige Entscheidung im Endspiel

Am Sonntag spielte Recklinghausen Altstadt ersatzgeschwächt in Wanne gegen Unser Fritz II und gewann mit 4,5 – 3,5. Am 6. Brett entstand in der Partie Martin Schmidt gegen Dr. Frank Stubbe folgende Stellung (nach dem 52. Zug von Weiß).

Schwarz kämpft um das Remis und steht vor einer schwierigen Entscheidung – wie soll er den Bauern auf g4 schlagen?
Hier ist der typische Konflikt zwischen verschiedenen Dogmen.
Sind verbundene Freibauern nicht besser als vereinzelte? „Im Prinzip ja, aber …“ würde Radio Eriwan antworten. Entscheidend ist, wie aktiv Weiß seine Figuren im Gewinnsinn postieren kann.
Nach dem Auschlußprinzip entfällt also 52 … fxg4. Der schwarze König blockiert den h-Bauern und der weiße König kann sich sofort mit 53. Ke4 annähern.
Auch 52 … hxg4 ist ebenfalls ungünstig. Nach 53. Ke5 Kg5 gewinnt Weiß einfach mit 54. Td8. Keiner der verbundenen Bauern kann vorrücken, da nach Tg8+ sofort ein Bauer fällt.
Damit bleibt als einzig sinnvoller Zug noch 52 … Kxg4!. Durch den freien c-Bauern gelangt der weiße König nach 53. Kxc5 nicht rechtzeitig zum Königsflügel, um den Turm bei der Bekämpfung des h-Bauern zu unterstützen.

Wann immer – Theodor Kramer

Theodor Kramer (1857 – 1958) ist ein bei uns weitgehend unbekannter österreichischer Lyriker, der als Jude nach dem Anschluß Österreichs nach London emigrieren mußte. Das kurze Gedicht „Wann immer“ besticht durch seinen unerwarteten Schluß.
Wann immer – Kramer (als mp3)
Da ich zur Zeit noch mit den Einstellungen von Audacity herumspiele, kann es sein, daß ich bald eine neue Aufnahme einstelle.

Nachtrag: DiViBib und die FAZ vom 20.9.

Heute erhielt ich eine Antwort auf meine Anfrage zu meiner erfolglosen Suche in der FAZ vom 20.9. Wahrscheinlich muß die ekz mittweile sparen, da Absender und Verfasser der Mail zwei verschiedene Personen sind (und nur ein eMail-Konto haben).
bei allen FAZ- und FAS-Ausgaben handelt es sich um durchsuchbare pdf-Dokumente. Wenn ich mir die Ausgabe vom 20.09.2012 der FAZ öffne und beispielhaft nach „friedrich“ suche, springt die Markierung des Suchbegriffs „friedrich“ wie gewünscht durch das pdf-Dokument und markiert auch das „Friedrich“ in der Überschrift. Interessanterweise ist die Überschrift zwar nicht die erste Fundstelle, sondern die dritte – dieses werden wir im Auge behalten, aber dadurch geht der Suchbegriff nicht verloren.
Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine aktuelle Version des pdf-Readers nutzen.

Ich benutze Adobe Professional 9.5.2. – die zur Zeit aktuellste Version von Adobe Professional 9. Daran konnte es also nicht liegen.
Die Erklärung für diese Antwort ist einfach – DiViBib hat mittlerweile die beanstandete PDF-Version der FAZ vom 20.9. durch eine einwandfreie ersetzt, erkennbar am Größenunterschied von ca. 40 MB gegen 16 MB. Jetzt funktioniert die Suche wieder, wie sie soll.
Allerdings ist dem Verfasser der Antwortmail die Bedeutung des Indefinitpronomens alle entgangen, was auch an einem schlechten Mathematik- oder Deutschuntericht liegen kann. Alle FAZ- und FAS-Ausgaben bedeutet, daß man jede Ausgabe auf jedem Rechner mit aktuellem Adobe Reader bzw. Adobe Professional durchsuchen kann, was durch die Tatsache ad absurdum geführt wird, daß ich schon mindestens 10 Ausgaben (von unterschiedllichen Erscheinungsterminen) heruntergeladen habe, wo die Suche erwiesenermaßen fehlschlug.

DiViBib und die FAS vom 23.9 – keep the customer satisfied

Montagmorgen 9 Uhr in Deutschland. Noch immer hat es DiViBib nicht geschafft, den (un)aufmerksamen Leser darauf hinzuweisen, daß die gestrige FAS vom 23.9. nicht verfügbar ist.

Weder auf der Hauptseite noch auf der Ausleihseite findet man einen Hinweis, daß die Zeitung nicht verfügbar ist.

Nachtrag um 16:51
Auf der Seite von muensterload war kein Hinweis zu finden, daß die FAS erst heute eingestellt wurde. Es gibt mittlerweile im muensterload-Blog einen Artikel zu den Problemen mit der FAS/FAZ, der aber keine neuen Informationen enthält und den Bereich „Leserinformation“ geflissentlich ausklammert.
Für mich ist das eigentliche Problem, daß die Leser/Nutzer der ePaper nicht angemessen über die Probleme durch DiViBib informiert werden, z.B. über entsprechende Hinweistexte.

muensterload, DiViBib und die FAZ – die unendliche Geschichte

Oder – wer machte den Bock zum Gärtner?
Im August 2010 startete muensterload, die virtuelle Zweigstelle von 10 öffentlichen Bibliotheken im Münsterland. Das Angebot umfaßt eBooks, eAudios (leider nur mit dem Windows Media Player abspielbar – iPads/iPhones/iPods lassen sich nicht einbinden), eVideos (sic) und ePapers. Ich kann als Apple-Nutzer deshalb nur die Sparten eBook (mittels Adobe Digital Editions) und ePaper (mittels Adobe Acrobat) nutzen. Für mich ist erfreulich, daß unter anderem die Magazine Spiegel (ab dem 31.12.2007) und Brand1 (ab 12/2011) sowie die Zeitungen FAZ, FAS, SZ und die Zeit zur Verfügung stehen. Bei den Wochenzeitungen beschränkt sich das Angebot auf die letzten 4 Ausgaben, bei den Tageszeitungen auf die letzten 7 Ausgaben. Die Ausleihzeit beträgt beim Spiegel ca. 40 Stunden, bei Brand1 1 Tag und 51 Minuten, bei der Zeit ca. 4 Stunden und bei der FAZ, FAS und der SZ ca. 1 Stunde.
Da ich gedruckte Bücher den eBooks vorziehe, beschränken sich meine Ausleihen überwiegend auf ePaper. Als passionierter Zeitungsleser freue ich mich, wenn ich mir schon vor dem Frühstück die Zeitung zu Gemüte führen kann. Und an genau dieser Stelle wird das Lesevergnügen erheblich getrübt. Als Frühaufsteher kann ich oft von Glück reden, wenn es mir um 6 Uhr gelingt, die FAZ oder SZ zu entleihen (um diese Zeit hole ich meine SZ aus dem Briefkasten). In den meisten Fällen scheitere ich daran, daß die entsprechenden Tageszeitungen noch nicht eingestellt wurden. Die Bibliotheken trifft keine Schuld, denn sie sind auf den Dienstleister DiViBib angewiesen, der die entsprechenden Medien einstellt und die Serverkapazitäten bereitstellt. Weiterlesen

Peter Broszeit ist 50

Als ich am Dienstagabend meinen Blog startete, fehlte nicht mehr viel Zeit bis zu Peters Geburtstag.
Seit vielen Jahren gehört er zu den Stützen unseres Vereins. Als Jugendlicher wurde er mit Fußball und Schach infiziert und 1976 spielte er die erste Partie für den Schachverein Erkenschwick. Seit dieser Zeit ist er nicht mehr wegzudenken. Seine Lebensplanung führte ihn 1988 in die Oberpfalz, wo er in Amberg die 1. Mannschaft verstärkte. 2002 kehrte er nach Erkenschwick und gehört seit dieser Zeit zur 2. Mannschaft. 2006 machten wir zusammen den C-Trainer-Schein. Gemeinsam mit Dirk Broksch trainiert er unsere Jugendlichen. In seiner knapp bemessenen Freizeit spielt er Schachturniere. War er früher Stammgast im Siebenlehn-Open, hat es ihn mittlerweile zum Ramada-Cup verschlagen, denn dort werden von Freitag bis Sonntag 5 Runden gespielt. Nicht wegzudenken ist Peter bei unserer wöchentlichen Doppelkopfrunde.
Ich habe Peter näher kennengelernt, seit wir zusammen in der 2. Mannschaft spielen. Seine Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft ist sprichwörtlich, ebenso wie seine Begeisterung für das königliche Spiel.
Alles Gute zum Geburtstag, lieber Peter.
Eine Kostprobe seines Spielstils gibt die folgende Partie aus unserem sonntäglichen Mannschaftskampf gegen Unser Fritz II, als er unsere Mannschaft bereits nach 75 Minuten in Führung brachte.
Broszeit – Weiss, Erkenschwick II – Unser Fritz II, 9.9.2012, 1. Runde der Bezirksliga
1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lc4 h6 ?
Warum sollte man Angst vor Sg5 haben? Natürlich ist man hinterher immer schlauer. Viel besser ist z.B. 3. … Sf6 und auf 4. Sg5 folgt das Bauernopfer 4 … d5.
4. d4 exd4 5.Sxd4 Sxd4 6. Dxd4 d6 7. 0-0 Df6 8. Dd3 Le6 Schwarz setzt seine Abtauschbemühungen fort, um dem Remis näher zu kommen, während Weiß sich weiter entwickelt. Entscheidend ist letzendlich, was auf dem Brett bleibt, nicht die Figuren, die verschwinden. Weiterlesen

Die Besetzer der 7. Reihe

Ich trug mich schon lange mit dem Gedanken an einen Blog, doch immer wieder kam etwas dazwischen – Arbeit, ein fehlendes Konzept, kein griffiger Name, … Aber heute habe ich es wahr gemacht.

Wie kommt man auf einen solchen Blognamen? Nimzowitsch liegt nahe, der in seinem System die Besetzung der 7. Reihe propagiert hat. Aber letztendlich bin ich durch Dr. Mark Ginsburg inspiriert worden, der den Blog Dr. Mark Ginsburg presents a personal chess history führt.

7th rank associates

Seventh Rank Associates entspricht in einer freien Übersetzung den Besetzern/Besitzern/Teilhabern der 7. Reihe.